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I'm sorry but can people please just stop classifying children by their reproductive organs? Do you not have any confidence in your children to voice their interests without you enforcing your ideas of what a child with a certain sex or gender should be interested in? Did your parents do this to you and that's why you're so messed up?

@alinanorakari part of this comes from believing that everything that isn't a hetero neurotypical adult white cis-male human is just another object to be manipulated and owned. it has much more to do with having power over children and their bodies. children are largely not allowed to have any self-agency.

@alinanorakari It could be actually reasonable and practical stuff along the lines of "what society will expect of you given your gender". Although the chances of that are probably low.

@samgai Especially infuriating is that girls apparently should learn how to be "pretty" (I bet their is lots of household work inside as well which wasn't attractive enough for the cover) and boys should learn how things work, actually useful technologies.
Also, the "girl's" book sports a picture of a woman _as seen though the eyes of a male_. Like today, an exhibition of "African Art", ie looted cultural items of the last centuries, showed me a very different view of women. @alinanorakari

@alinanorakari Tell me this is from the 60's! Right? Right?!

@alinanorakari hmmmm... We were 2 boys. I had many girly toys... So i think it depends on the familys choices....

@estatistics oh definitely. Thankfully there are more and more parents who let their kids decide what they want to play with

@alinanorakari Kinder im Vorschul-Alter finden sowas geil. Die wollen unbedingt Anleitungen und Vorbilder, was es heißt ein Mädchen zu sein oder ein Junge zu sein. Auch Eltern die ihre Kinder sehr offen erziehen sind damit konfrontiert.
Diese Nachfrage wird vom Markt bedient. Natürlich übt das dann auch wieder Konformitätsdruck aus, auf Kinder die anders sind, und das ist scheiße. Aber es sind nicht einfach böse Eltern und böse Produkte die Kindern ihren Willen aufzwingen.

@kolya in meiner Erfahrung tut's genau so gut "50 Dinge, die man über Technik wissen muss", "50 Dinge, die man über Make-Up wissen muss", "50 Dinge, die man über Fußball wissen muss" … usw. Warum das Gatekeeping über das Geschlecht? Wieviele Mädchen, die sich für Technik interessieren würden sich ein Buch wünschen, das heißt "100 Dinge die ein Junge wissen muss"? Wieviele Jungs die sich für Haarpflege interessieren ein Buch "100 Dinge die ein Mädchen wissen muss"?

@alinanorakari Aber wie gesagt, die Kids suchen aktiv Anleitungen und Vorbilder wie man sich als Mädchen/Junge verhält.

@alinanorakari sie verhandeln diese Rollen auch ständig im Spiel miteinander. Und natürlich sind diese Rollen gesellschaftlich geprägt, es geht ja gar nicht anders.
Es ist auch völlig richtig, sie darauf hinzuweisen dass es andere Möglichkeiten gibt. Gerade weil Kinder zum Übergeneralisieren neigen.

@kolya kein Einwand. Nur warum müssen wir über Bücher Kindern vorgeben, zu welcher Identität welche Themen gehören? Die Kids verhandeln wie du richtig sagst Rollen im Spiel und finden dabei auch heraus, wofür sie sich interessieren. Warum nimmt man ihnen eine Chance über sich selbst nachzudenken indem man ihnen soziale Vorgaben immer erneut wiedergibt. Das passiert an anderer Stelle schon häufig genug, sagst du selbst. Wegen sowas habe ich 38 Jahre zu spät erkannt, warum ich nicht glücklich bin

@alinanorakari Teilweise ist es der (verständliche) Wunsch sich selbst zu reproduzieren und so ein Stück der Vergänglichkeit zu entkommen. Und auf der anderen Seite wollen und brauchen Kinder Orientierung.

Dein Vorschlag einfach abzuwarten bis die Kinder ihr eigenes Gender-Rollen-Bild entwickeln ist kaum vereinbar mit der Tatsache, dass Kinder Zuwendung und soziale Aufmerksamkeit benötigen. Die Kinder gucken sich ihr Verhalten bei den Erwachsenen ab. Wie willst du das verhindern?

@kolya du hörst mir nicht zu. Ich sage es gibt bereits genug Punkte an denen ihn ein Rollenbild gezeigt wird, und zu sagen "ja dann ist es halt bei den Büchern auch so, was soll's" ist schlicht Resignation. Das ist die gleiche Haltung wie "Das Klima ist eh im Arsch dann kann ich auch meinen SUV weiterfahren"

@alinanorakari Das ist nicht nach Medienkanälen aufzuteilen. Sondern in allen Medien sollte es idealerweise unterschiedliche Angebote geben.
Und in fast* allen Medien spiegelt sich die cis/hetero Mehrheitsgesellschaft als Hauptakteur. Auch das wird sich kaum verhindern lassen. Ob es schon genug alternative Angebote in allen Medien gibt, darüber kann man bestimmt lange streiten. Es hat sich auf jeden Fall verbessert, nach meinem Eindruck.

*außer mastodon ;)

@alinanorakari Bei den Eltern kriege ich immer wieder mit, dass sie versuchen gegen das Rosa-Prinzessinnen Stereotyp anzukämpfen, oft ohne Erfolg. Aber immerhin versuchen es viele (obwohl sie selbst cis/hetero sind) zum Wohl ihrer Kinder. Und die kaufen auch entsprechendes Spielzeug und ganz bestimmt nicht solche Bücher.

@alinanorakari Vielleicht lebe ich auch in einer Bubble und mein Eindruck täuscht total, aber ich glaube nicht, dass solche Bücher die moderne und verbreitete Erziehung widerspiegeln.

@kolya Ich glaube wir haben eine grundlegend unterschiedliche Wahrnehmung zu dem Wert der Rollenbilder, die auf den Büchern abgebildet sind. Welche Werte siehst du da transportiert? Findest du davon nichts kritisch? Sind die Themen auf den Covern für dich ähnlich wertvoll in der heutigen Gesellschaft?

@alinanorakari
Mädchen: Haare, Schminken, Mode
Jungs: Fussball, Technik, Wissenschaft

Ich sehe da Themen, die auf die Cover gepackt wurden, weil sie sich so am besten verkaufen. Weil Kinder einfache Rollenbilder bevorzugen um Orientierung zu erlangen. Das dass völlige Klischees sind, ist jedem Erwachsenen klar. Ich halte das aber nicht für gefährlich, so lange auch andere Angebote gemacht werden und man das entsprechend begleitet.

@alinanorakari Was ich bei heutigen Eltern eher erlebe, ist dass sie gern weniger traditionell rollen-typisches Verhalten bei ihren Kindern sehen würden, als die Kinder von sich aus an den Tag legen.
Aber das ist dann oft diese Orientierungsphase und ändert sich später noch.

@kolya du glaubst doch nicht dass Eltern, die ihren Kindern sowas im Supermarkt mitnehmen, das Thema begleiten. Kinder zuvorderst in ihrer physiologischen Ausprägung zu sehen und ihnen entsprechende Stereotype zu vermitteln statt sie in ihrer Individualität wahrzunehmen ist Erziehung aus dem letzten Jahrhundert, die du hier verteidigst. Ein Kind kann sein Geschlechts-Selbstbild laut Pädagogen mit ca. 3 Jahren bestimmen und diese Bücher lassen überholte Rollenbilder unhinterfragt

@alinanorakari Ich sage ja, man muss auch andere Angebote machen, die es Kindern ermöglichen auszuwählen. Und die gibt es auch. Aber eines der Angebote können halt auch solche Bücher sein.

@kolya natürlich, aber warum gibt es auch diese Bücher die irgendwelche Rollenbilder und Vorurteile festigen, mit sexistischen Untertönen auf den Buchdeckeln, die suggerieren, dass Mädchen sich nur für gutes Aussehen interessieren und die Jungs für Technik? Das ist eine ganz klare Wertung und eben im Fall der Mädchen eine Abwertung. Was glaubst du was sowas mit einem jungen Selbstbild macht?

@alinanorakari Ich finde solche Bücher nicht toll oder so. Aber man muss schon anerkennen, dass Kinder in dem Alter genau solche extrem vereinfachten Anleitungen wollen. Sie wachsen in einer Gesellschaft auf die zum sehr überwiegenden Teil hetero und cis ist. Und da suchen sie nach Orientierung. Das heißt nicht, dass sie das 1:1 übernehmen, wenn es für sie nicht passt. Und natürlich muss es auch andere Angebote geben.

@alinanorakari Und ja, das kann Konformitätsdruck ausüben, wenn plötzlich sämtliche Mädchen im Kindergarten mit rosa Prinzessinnen-Kleidchen auftauchen. Keine Frage. Aber deshalb willst du es denen denen es Spaß macht ja auch nicht verbieten.

Kurz gesagt: Es ist scheiße eine Minderheit zu sein, ich weiß. Und ja, die Mehrheitsgesellschaft muss sich offen zeigen. Aber sie muss nicht ihre eigenen Ideale und Wünsche über Bord werfen.

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